Arthrose hat ein Imageproblem. Sie gilt noch immer schnell als etwas, mit dem man sich irgendwann arrangieren müsse: Gelenkverschleiß, zunehmende Beschwerden, weniger Beweglichkeit, eben eine Begleiterscheinung des Älterwerdens. Dabei entscheidet sich gerade im Alltag, wie stark Arthrose tatsächlich einschränkt. Und es gibt weit mehr Möglichkeiten, darauf Einfluss zu nehmen, als der Begriff „Verschleiß“ vermuten lässt.
Genau hier setzt der Arthrose-Kongress 2026 an. Vom 9. bis 16. Oktober widmet sich der Online-Kongress der Arthrose in ihren unterschiedlichen Formen und betrachtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Es geht um Schmerzen und Bewegung, um therapeutische und medizinische Möglichkeiten, um Ernährung und nicht zuletzt um die Frage, was Betroffene selbst tun können, um möglichst aktiv und selbstbestimmt mit der Erkrankung umzugehen.
Dabei steht nicht das eine Gelenk und auch nicht die eine vermeintlich richtige Behandlung im Mittelpunkt. Unterschiedliche Expertinnen und Experten bringen ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen ein und beleuchten Arthrose aus verschiedenen Perspektiven.
Eine davon führt am dritten Kongresstag zur Hand.
Am 11. Oktober geht es um Handarthrose
Auch Rainer Zumhasch ist beim Arthrose-Kongress 2026 dabei. Am 11. Oktober spricht er im Interview mit Betül Yönak-Bein über ein Thema, das besonders eng mit der Arbeit des IHHC verbunden ist:
„Hand-Arthrose: Hilfsmittel, Alltagstechniken und gezielte Handtherapie“
Was hilft, wenn Arthrose die Hände betrifft und Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen zunehmend bemerkbar werden?
Rainer Zumhasch stellt im Gespräch sein Fünf-Schritte-Programm vor. Es verbindet Wärme- beziehungsweise Kälteanwendungen, Massage, Traktion, Stabilisationstraining und Schienenversorgung. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Entscheidend ist vielmehr, welche Unterstützung zur jeweiligen Situation und zu den Beschwerden passt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Alltag. Welche einfachen Hilfsmittel können Tätigkeiten erleichtern? Wie lassen sich Belastungen verändern, ohne die Hand nur zu schonen? Wie kann Kraft sinnvoll aufgebaut werden und warum ist beim Training mehr nicht automatisch besser?
Auch die Grenzen der Selbstbehandlung gehören dazu. Rainer Zumhasch erläutert, wann es sinnvoll ist, Beschwerden therapeutisch oder ärztlich abklären zu lassen.
Zum Kongress anmelden
Wer das Interview mit Rainer Zumhasch und die weiteren Beiträge des Arthrose-Kongresses verfolgen möchte, kann sich bereits jetzt kostenlos anmelden.
Zum Arthrose-Kongress 2026 anmeldenArthrose-Kongress: 9. bis 16. Oktober 2026
Interview mit Rainer Zumhasch: 11. Oktober 2026
Thema: „Hand-Arthrose: Hilfsmittel, Alltagstechniken und gezielte Handtherapie“
Im Gespräch mit: Betül Yönak-Bein
Handarthrose ist nicht gleich Handarthrose
Unter dem Begriff Handarthrose werden Veränderungen unterschiedlicher Gelenke zusammengefasst. Betroffen sein können beispielsweise die Fingerend- und Fingermittelgelenke oder das Daumensattelgelenk. Entsprechend unterschiedlich können Beschwerden, funktionelle Probleme und therapeutische Anforderungen ausfallen.
Mit der Rhizarthrose des Daumensattelgelenks beschäftigen wir uns auf IHHC bereits seit einiger Zeit intensiv. Wer sich vor dem Kongress näher einlesen möchte, findet in unserem Beitrag „Rhizarthrose effektiv behandeln: Physiotherapie, Übungen & Orthesen im Überblick“ ausführliche Informationen zu konservativen Behandlungsmöglichkeiten.
Auch Orthesen spielen bei der Versorgung eine wichtige Rolle. Im Fachbeitrag „Fertigorthesen für Rhizarthrose“ erläutern Dr. Harun Seyhan und Rainer Zumhasch, worauf bei der Auswahl geachtet werden sollte.
Das Kongressinterview führt solche therapeutischen Ansätze zusammen und erweitert sie um die Alltagsperspektive. Denn eine Maßnahme muss sich letztlich nicht nur therapeutisch begründen lassen. Sie muss auch zu den Anforderungen passen, die eine Hand außerhalb der Behandlung bewältigen soll.
Eine Woche, viele Perspektiven auf Arthrose
Der Beitrag zur Handarthrose ist nur ein Teil des Kongresses. Vom 9. bis 16. Oktober richtet sich der Blick auf Arthrose in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und auf verschiedene Möglichkeiten, mit Beschwerden, Bewegungseinschränkungen und den daraus entstehenden Herausforderungen umzugehen.
Gerade diese Breite macht das Format interessant. Der Kongress richtet sich an Menschen, die selbst von Arthrose betroffen sind, ebenso wie an alle, die sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten.
Für uns beim IHHC bekommt der 11. Oktober natürlich eine besondere Bedeutung. Dann steht mit der Hand genau der Körperbereich im Mittelpunkt, mit dem wir uns hier täglich beschäftigen.
Ein Vorgeschmack auf das Interview mit Rainer Zumhasch
In diesem kurzen Video gibt Rainer Zumhasch einen ersten Einblick in sein Interview beim Arthrose-Kongress 2026 zum Thema „Hand-Arthrose: Hilfsmittel, Alltagstechniken und gezielte Handtherapie“.
Das Video wird erst nach Ihrer Zustimmung geladen. Dabei können Daten an YouTube bzw. Google übertragen werden.
Wer hinter dem Arthrose-Kongress steht
Veranstaltet wird der Arthrose-Kongress von bedrop. Durch den Kongress führt Betül Yönak-Bein, Mitgründerin des Familienunternehmens, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Florian aufgebaut hat.
Der Ursprung von bedrop ist eng mit ihrer persönlichen Geschichte verbunden. Nach eigener Darstellung waren eigene gesundheitliche Erfahrungen und die Suche nach natürlichen Möglichkeiten zur Unterstützung des Wohlbefindens ein wesentlicher Anstoß für die Gründung. Heute beschäftigt sich das Unternehmen insbesondere mit Bienenprodukten und Körperpflege.
Mit dem Arthrose-Kongress möchte Betül Yönak-Bein diesen Gedanken um einen weiteren Aspekt erweitern: Information und Orientierung. Menschen mit Arthrose sollen unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen und verständliche Informationen zu Schmerzen, Bewegung und Behandlungsmöglichkeiten erhalten.
Dabei ist gerade die Vielfalt der eingeladenen Expertinnen und Experten interessant. Der Kongress soll nicht die eine Lösung für Arthrose präsentieren, sondern unterschiedliche Ansätze und Erfahrungen zusammenbringen, aus denen Betroffene eigene Impulse mitnehmen können.
Vom 9. bis 16. Oktober dabei sein
Bis zum Start sind es nur noch wenige Tage. Wer beim Arthrose-Kongress 2026 dabei sein und auch das Interview mit Rainer Zumhasch am 11. Oktober nicht verpassen möchte, kann sich jetzt kostenfrei anmelden.
Wir werden den Kongress auf IHHC in den kommenden Tagen weiter begleiten und natürlich noch einmal daran erinnern, wenn am 11. Oktober die Handarthrose auf dem Programm steht.

Die IHHC Redaktion ist das Redaktionsteam der International Hand Health Community (IHHC) und verantwortet die Erstellung, fachliche Prüfung und kontinuierliche Aktualisierung der veröffentlichten Inhalte. Ziel der Redaktion ist es, aktuelles Wissen aus Handtherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Rehabilitation und Medizin verständlich, praxisnah und wissenschaftlich fundiert aufzubereiten.
