Atemtrainer in der Dysphagietherapie: Neues Onlineseminar mit Yasemin Milutinovic

Atemtrainer in der Dysphagietherapie

Atemtrainer haben längst einen festen Platz in der pneumologischen Rehabilitation. Doch auch in der Dysphagietherapie eröffnen sie interessante Möglichkeiten. Entscheidend ist, dass das Trainingsgerät passend zur therapeutischen Zielsetzung ausgewählt und fachgerecht eingesetzt wird.

Am 24. September 2026 widmet sich Logopädin Yasemin Milutinovic erneut diesem praxisrelevanten Thema. In ihrem Onlineseminar „Atemtrainer in der Dysphagietherapie – Ein Update“, das in Zusammenarbeit mit Dialogo e. V. angeboten wird, verbindet sie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Beispielen aus dem therapeutischen Alltag.

Welcher Atemtrainer eignet sich für welches Ziel?

Ausatemtrainer, Einatemtrainer und oszillierende Atemtrainer unterscheiden sich nicht nur in ihrer Funktionsweise. Sie sprechen auch unterschiedliche Strukturen und Funktionen an. Für Therapeutinnen und Therapeuten stellt sich deshalb häufig die Frage, welches Gerät für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten geeignet ist und welches Trainingsziel damit tatsächlich verfolgt werden kann.

Das Seminar bietet eine strukturierte Orientierung bei der Auswahl und Anwendung verschiedener Trainingsgeräte. Vorgestellt werden unter anderem das Expiratory Muscle Strength Training (EMST) und das Inspiratory Muscle Strength Training (IMST).

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich Atemtraining gezielt in die Dysphagietherapie integrieren lässt. Dabei geht es beispielsweise um die Kräftigung der submentalen Muskulatur, die Unterstützung der hyolaryngealen Exkursion und den Schutz der Atemwege. Auch die Aktivierung des Zwerchfells, die Verbesserung der Atemreserve sowie die Koordination von Atmung und Schlucken werden berücksichtigt.

Wissenschaftliche Grundlagen treffen auf therapeutische Praxis

Neben den physiologischen und therapeutischen Grundlagen erhalten die Teilnehmenden einen aktuellen Einblick in die Studienlage. Anhand konkreter Beispiele zeigt Yasemin Milutinovic, wie Atemtrainer zielgerichtet eingesetzt und Übungen sinnvoll in bestehende Behandlungskonzepte eingebunden werden können.

Im Seminar lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Einatemtrainer und Ausatemtrainer sowie deren jeweilige Wirkmechanismen kennen. Sie erfahren, welche therapeutischen Zielsetzungen sich mit IMST und EMST verfolgen lassen und welche Erkenntnisse die aktuelle Forschung hierzu liefert. Konkrete Patientenbeispiele und Übungsmöglichkeiten erleichtern anschließend die Übertragung in die eigene therapeutische Praxis.

Wie schon in ihren bisherigen Seminaren bereitet Yasemin Milutinovic die wissenschaftlichen Inhalte verständlich und praxisnah auf. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Frage, wie sich die gewonnenen Erkenntnisse sicher und sinnvoll in den therapeutischen Alltag übertragen lassen.

Für wen eignet sich das Seminar?

Das Onlineseminar richtet sich insbesondere an Logopädinnen und Logopäden sowie an Fachpersonen aus angrenzenden therapeutischen und medizinischen Bereichen, die Menschen mit Schluckstörungen behandeln oder begleiten.

Es eignet sich sowohl für Teilnehmende, die erstmals einen strukturierten Einstieg in das Thema Atemtrainer suchen, als auch für erfahrene Therapeutinnen und Therapeuten, die ihr Wissen auf den aktuellen Stand bringen möchten.

Termin und Anmeldung

Das Onlineseminar findet am Donnerstag, den 24. September 2026, von 18:00 bis 20:15 Uhr statt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro pro Person. Mitglieder von Dialogo e. V. zahlen 35 Euro.

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular sind auf der Fortbildungsseite von Dialogo e. V. zu finden.

Wir freuen uns, dass Yasemin Milutinovic ihre Seminarreihe mit diesem wichtigen Thema fortsetzt, und wünschen allen Teilnehmenden viele neue Erkenntnisse und unmittelbar nutzbare Impulse für die Dysphagietherapie.

Autorin Yasemin Milutinovic
Logopädin, Dysphagiologin |  + posts

Yasemin Milutinovic ist seit 2010 als Logopädin tätig und verbindet klinische Erfahrung mit akademischer Qualifikation. Nach ihrem Bachelorstudium im interdisziplinären Studiengang Medizinalfachberufe (Schwerpunkt Logopädie) arbeitete sie über viele Jahre in der ambulanten Versorgung von Menschen mit neurologischen Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen. Besonders prägend war dabei ihre Tätigkeit als Hausbesuchstherapeutin, bei der sie Patientinnen und Patienten in Einrichtungen betreute und zu instrumentellen Schluckuntersuchungen begleitete.

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